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Zum Ende der Seite springen Betreff : INZUCHT 3 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,003 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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dett59
Jungspund


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Betreff : INZUCHT Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hi Leute ,

mir ist hier im Forum aufgefallen , daß betreff der Inzucht eine falsche Vorstellung herscht ! Deshalb mal einen Auszug aus einer Fachzeitschrift !

Zitat:
Quelle: Das Aquarium, Nr. 303, September 1994

Thema des Monats

Inzucht bei Aquarienfischen

Text: Wolfgang Voigt

Obwohl sich namhafte Autoren und Züchter mit dieser Thematik ausführlich befaßt haben, stößt die Inzucht bei vielen Aquarianern immer noch auf Ablehnung! Gerade in der heutigen Zeit müssen wir umdenken, da der Ruf nach den „Positivlisten“ wieder auflebt. Außerdem lassen schon jetzt einige Heimatländer unserer Aquarienfische einen Export von Wildtieren nicht mehr zu. Wir werden vermehrt auf die Zucht über Generationen und damit auf die Inzucht zur Erhaltung unserer Aquarienstämme angewiesen sein.

Teilweise werden der Inzucht Veränderungen im Erscheinungsbild bzw. Degenerationsschäden angelastet, die in ihr überhaupt nicht ihre Ursachen haben. Es sind oft die Folgen falscher Pflegebedingungen, wie einseitige und falsche Anfütterung der jungfische, falsche Wasserwerte, mnagelhafte Wasserpflege (Wasserwechsel), zu kleine Aufzuchtbecken und vor allem fehlende Zuchtauslese. Von einigen Barbenarten ist bekannt, daß durch Verschlechterung der Wasserqualität im Larvenstadium die Fische später oftmals verkrüppelte Flossen und Wirbelsäulenschäden aufweisen.
Seit Jahrzehnten sind viele und auch wertvolle Fischarten durch Inzucht den Aquarianern erhalten geblieben. Die nun folgenden Beispiele belegen, daß es sich dabei nicht nur um Fischarten einer einzigen Gattung handelt.

- Im Jahre 1908 importierte Carl Siggelkow, Hamburg, den Querband-Hechtling, Epiplatys dageti, der damals als Hoplocheilus chaperi bezeichnet wurde. Aus unbekannten Gründen gingen bis auf ein Pärchen alle anderen Fische ein. Das verbliebene Pärchen gelangte glücklicherweise in die Hände von Johann Paul Arnold, der reichlich Nachzucht erzielen konnte. Der Querband-Hechtling war bald in Deutschland unter den Liebhabern weit verbreitet. Alle Tiere stammten von dem Arnold'schen Zuchtpaar ab. Der Querband-Hechtling wurde, wie im Arnold/Ahl (1936) vermerkt, seit 1908 nicht wieder importiert!

- Ähnliches ist auch über den 1913 durch J. Womer, Hamburg, eingeführten „Kap Lopez“ Aphyosemion australe, zu berichten. In dem umfangreichen Sammelwerk von Meinken, Holly, Rachow, stellte Meinken fest, daß „die Qualität und Vitalität durch die Inzucht nicht beeinträchtigt wurde.“

- 1937 importierte das Ehrenmitglied des „Roßmäßler Hamburg“ Fritz Meyer einen neuen Lebenendgebärenden Zahnkarpfen, eine sehr zierlich wirkenden Art. Es war Phallichthys amates amates, der als Aquarienstamm den 2. Weltkrieg überlebte hat. Eine „Blutauffrischung“ erfolgte erst Ende der sechziger Jahre!

- Der exzellente Züchter Erhard Roloff, dem damals als einem der ersten außerhalb von Sachsen und Thüringen die Nachzucht des Neonfisches, Paracheirodon innesi, gelungen war, hat den Neon über zwanzig Jahre nur durch Inzucht vermehrt. Dennoch konnte man seine Nachzuchten weder in der Größe, noch in der Färbung von den Wildfängen unterscheiden.

- Der 1934 nur in wenigen Exemplaren eingeführte Zwergregenbogenfisch, Melanotaenia maccullochi, überdauerte ebenfalls als Aquarienstamm den 2. Weltkrieg.

- Der dänische Killifischkenner Jörgen J. Scheel konnte 1991 nachweisen, daß die 1958 von E. Roloff, Karlsruhe, gesammelten Nothobranchius rachovi als Aquarienpopulation nun 33 Jahre alt war. Das waren immerhin mehr als 40 Generationen!

- G. Lederer berichtet in der DATZ über 31 Jahre intensive Inzucht des Buckelkärpfling, Limia nigrofasciata. In diesem Zusammenhang sei außerdem auf den ausführlichen Bericht von Rainer Tannenreiser hingewiesen (Aquarium heute 1/93 S.228 ). Seit über 30 Jahren pflegt und züchtet Tannenreiser einen normalflossigen Black Molly, der im Habitus dem P. Sphenops-Typ entspricht. Diese Aquarienpopulation wird ausschließlich durch Inzucht vermehrt. Auffallend sind bei den Nachzuchten die verhältnismäßig großen Jungfische sowie die Reinerbigkeit des Stammes in der Körperform und Färbung – so treten in den letzen Jahren nur vereinzelt graue oder gescheckte Mollys auf!

Die aufgeführten Beispiele belegen, daß Auslese bei einer Inzucht die wichtigste Voraussetzung ist, zu stabilen und zu reinerbigen Stämmen zu kommen. Peter Schubert, Hoyerswerda, äußert sich in dieser Thematik wie folgt: „Meines Erachtens tut es der Wildform keinen abbruch, wenn man durch Auslese und Auswahl bei der Ausprägung bestimmter, arttypischer signifikanter Merkmale etwas nachhilft, ohne dabei das Gesamtbild der Art zu verändern.“

Ungeachtet der noch heute bestehenden Artenvielfalt in unseren Aquarien stellt sich jetzt die zwingende Frage, in welche Richtung sich in naher Zukunft die Aquaristik weiterentwickeln soll? Schon seit Jahrzehnten berichten unsere Fachzeitschriften über die fatalen Folgen der Zerstörung der Lebensräume unserer Aquarienfische. Die obigen Beispiele haben gezeigt, daß – auch wenn nur eine geringe Anzahl von Fischen den Züchtern zur Verfügung steht – die Tiere über Jahre erfolgreich vermehrt wurden, obgleich in einem solchen Fall die genetische Vielfalt fehlt! Es ist weiterhin zu prüfen, welche Fischarten sich besonders für die Dauerhaltung im Aquarium eignen. Arten, die bereits innerhalb von ein bis drei Jahren hoffnungslos degenerieren, sind folglich als Aquarienfische nur bedingt geeignet. Vielleicht gelingt es aber versierten Züchtern, die eine oder andere Art der letzten Kategorie durch neue Erkenntnisse, intensives Studium der Verhaltensweisen und neue technische Geräte den nachfolgenden Aquarianer-Generationen zu erhalten! Aus eigenen Erfahrungen ist mir bekannt, daß bei der Erhaltung von Wildformen, z.B. bei Lebendgebärenden Zahnkarpfen, es eines Tages passieren kann, daß plötzlich weitere Nachzuchten ausbleiben! Manchmal gelingt es allerdings mit einigen verbliebenen Jungfischen, den Stamm noch einmal aufzubauen. Etwas Idealismus gehört aber dazu, denn die Erhaltung nur einer Fischart blockiert auf Jahre zumindest einen Teil der aufgestellten Aquarien.

Es ist Eile geboten, denn inzwischen sind selbst einige unserer „Standartfische“ in ihren Heimatländern vom Aussterben bedroht! In der Aquaristik müssen unbedingt neue Wege beschritten werden, einer davon ist die Inzucht. Beispielhaft sind die Leistungen und erfolge der Aquarianer und Züchter im ehemaligen Ostblock, die es trotz des jahrzehntelangen Einfuhrverbots verstanden haben, sich einen großen und stabilen Bestand an Zierfischen und Wasserpflanzen zu erhalten. Nur durch die Zusammenarbeit aller Kräfte – Aquarianer, Züchter, Interessenverbände.
Ich hoffe damit Vorurteile ausgeräumt zu haben ,


Gruß ,

dett59
23.09.2004 17:14 dett59 ist offline E-Mail an dett59 senden
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Bei Hamstern sieht´s ja auch nicht viel anders aus Smile

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HP meiner Kleinen
23.09.2004 19:14 milan8888 ist offline E-Mail an milan8888 senden Homepage von milan8888 Fügen Sie milan8888 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von milan8888 anzeigen MSN Passport-Profil von milan8888 anzeigen
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Stimmt. Stammen immer noch alle Hamster in der westlichen Welt von dem einen trächtigen Weibchen ab, das damals importiert wurde?

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Grüßle,
Benny

Dong Open Air Festival
23.09.2004 22:49 Colamann ist offline E-Mail an Colamann senden Homepage von Colamann Fügen Sie Colamann in Ihre Kontaktliste ein
dett59
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@ milan8888 ,

eigentlich nicht sehr gut fürs Forum , wenn vom Addi solch Antworten kommen . Wollt eigentlich mit diesem Vorurteil mal aufräumen , da ich hier im Forum viele Antworten gelesen hab , die darauf hindeuten , daß viele hier nichts über Inzucht wissen und den Fragenden haarsträubende Antworten geben !

Wäre eigentlich die Aufgabe des Addi . :wink:

Gruß ,

detti
24.09.2004 03:28 dett59 ist offline E-Mail an dett59 senden
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Was ist denn mit meiner Antwort nicht in Ordnung?

Alle heute weltweit gehaltenen Goldhamster stammen von einem Muttertier ab, das mitsamt seinen 12 Jungen 1930 von einem Zoologen in der syrischen Wüste gefangen wurde. Viele Jahre dienten die leicht zu vermehrenden Goldhamster lediglich als Versuchstiere, ehe sie etwa um 1950 als liebenswerte Heimtiere entdeckt wurden.
Ob es wirklich keinerlei Blutauffrischung durch spätere Wildfänge gegeben hat, vermag niemand zu beweisen. Wegen der Inzucht traten als erste Farbabweichungen von der Naturfärbung ab etwa 1950 einzelne Scheckungen auf.

Was mir grad noch einfällt: Administrator ist ein anderes Wort für Verwalter und nicht für Aquaristik-Lexikon Smile

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HP meiner Kleinen
24.09.2004 13:26 milan8888 ist offline E-Mail an milan8888 senden Homepage von milan8888 Fügen Sie milan8888 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von milan8888 anzeigen MSN Passport-Profil von milan8888 anzeigen
dett59
Jungspund


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Dachte bisher , bin in einem Fischforum . :roll:

Nun bin ich wohl in einem Goldhamsterforum gelandet . Zunge raus

Auch gut , man lernt nie aus . :shock:

Das mit dem Verwalter ist mir bekannt . Muß mich wohl erst mit der eigenartigen Art von Humor in diesem Forum anfreunden !

Bin eigentlich , was Anfängerfragen betrifft , mehr für Sachlichkeit und darauf zu achten , fällt in den Aufgabenbereich des Administrators . Smile
24.09.2004 16:52 dett59 ist offline E-Mail an dett59 senden
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Mein Hamster-Einwurf war auch sachlich gemeint Smile
Ich wollte damit zum Ausdruck bringen das Inzucht über einen sehr langen Zeitraum sehr gut funktionieren kann. Hätte vielleicht ein bißchen mehr ausholen sollen (dann hätte der Hamster aber einen schmerzhafteren Aufprall gehabt).

Nee, ein bißchen Spaß muß schon sein sonst ist das Forum irgendwie seelenlos und wirkt nur wie ein interaktives Lexikon.

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HP meiner Kleinen
24.09.2004 17:22 milan8888 ist offline E-Mail an milan8888 senden Homepage von milan8888 Fügen Sie milan8888 in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von milan8888 anzeigen MSN Passport-Profil von milan8888 anzeigen
dett59
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Alles klar , Smile

da ich mich mit Hamstern nicht auskenne , hab ich es als verar..... verstanden . :roll:

Hab nur meine Bedenken gehabt , daß , aufgrund deiner Antwort , mein Zitat aus dem > Aquarium < nicht ernst genommen wird .

Hab wirklich betreff diese Themas haarsträubende Antworten gelesen . Teufel
25.09.2004 11:12 dett59 ist offline E-Mail an dett59 senden
abischdogramma
unregistriert
innzucht Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

hallo dett,
ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Linienzucht von Fischen, etwas anderes passiert,wie bei Säugetieren.

Habe schon x-Berichte darüber gesehen, die beweisen, dass die Innzucht auf Dauer zum Scheitern verurteilt ist.

Ob Katze Hund oder Fisch, wird die Innzucht doch meist getan , um bestimmte Merkmale, die gerade in sind, zu festigen.

Das hat nicht´s mit der Natur in ihrem Ursprung zu tun.
Das ist ein ganz merkwürdiger Trieb des Menschen seine Eitelkeit auf den Schultern der Natur zu befriedigen.

Und das nimmt doch zum Teil recht kroteske Formen an....Perserkatzen, guppies, Nackthunde/katzen, Diskus ohne Kiemendeckel und Streifen...etc etc etc etc etc....
Und die Sache mit...ist schon lange ausgestorben...da lassen wir doch mal die Geschwischter untereinander und mit ihren urenkeln poppen...tolle sache....
also davon halt ich gar nix...meine Aussage lässt sich sicher von glaubwürdig, honorierten Menschen untermauern.....
abischdo
09.10.2004 11:02
nanaglen2001 nanaglen2001 ist weiblich
Aquaristik König


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Diskusse ohne Kiemendeckel??????????
Das ist ja absolut pervers!!!!!!!!!!!!

Ich red mal nur von Fische, die anderen Geschichten find ich auch in
keinster Weise akzeptabel.

Andrea

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Grüssle ANdrea
09.10.2004 11:15 nanaglen2001 ist offline E-Mail an nanaglen2001 senden
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